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Geschlechtskrankheiten
Leider gibt es immer wieder das Risiko, dass man an einer Geschlechtskrankheit erkanken kann. Eininge davon möchte ich hier gerne nennen. Aus Platzgründen erwähne ich hier nur eine kurze Definition, die Symptome und die Behandlung.
Syphilis
Definition
Syphilis ist eine ansteckende Geschlechtskrankheit, die von dem Bakterium Treponema pallidum verursacht wird.
Syphilis wird bei sexuellen Handlungen durch Schleimhautkontakt von Mensch zu Mensch übertragen. Während der Schwangerschaft und bei der Geburt kann eine erkrankte Mutter das Neugeborene infizieren.
Symptome
Drei bis vier Wochen nach der Ansteckung erscheint an der Stelle, an der die Bakterien in die Haut oder Schleimhaut eingedrungen sind, ein schmerzloses oder schmerzarmes Geschwür, dessen Randbereich verhärtet ist. Diese Geschwür entsteht bei vaginalem Geschlechtsverkehr am Penis, an den Schamlippen oder in der Vagina. Bei Oralverkehr findet man es auch im Mund oder Rachen und bei Analverkehr im Enddarm. Das Geschwür ist gerötet und sondert eine farblose Flüssigkeit ab. Diese Flüssigkeit enthält viele Erreger, ist also äußerst ansteckend. Acht Wochen nach der Ansteckung kommt es oft zu grippeartigen Beschwerden wie Fieber, Abgeschlagenheit oder Kopf- und Gliederschmerzen. Die Lymphknoten am ganzen Körper sind geschwollen.
Nach zehn Wochen erscheint bei den meisten Erkrankten ein Hautausschlag. Zunächst sind es nur schwachrosa gefärbte Flecken, die sich in derbe, kupferfarbene Knötchen verwandeln. Wenn diese aufgehen und nässen, ist die austretende Flüssigkeit hoch infektiös. Seltener treten auch Schleimhautveränderungen im Mund und an den Genitalien auf. Manchen Patienten fallen die Haare aus. Alle Hauterscheinungen heilen nach ungefähr vier Monaten ab, so dass manche Patienten von ihrer Infektion wenig bemerken. Unbehandelt kommen sie innerhalb verschiedener Zeitabstände wieder. Typischerweise tritt bei allen Hauterscheinungen der Syphilis wenig bis kein Juckreiz auf.
Drei bis fünf Jahre später sind nicht nur Eintrittspforte, Lymphknoten und Haut befallen. Die Erreger haben sich im ganzen Körper ausgebreitet und auch innere Organe befallen wie Blutwege, Luftwege, Rachen, Speiseröhre, Magen, Leber, Knochen und Muskeln.
Behandlung
In der frühen Phase ist die Syphilis durch einmalige Gabe von Penicillin heilbar. Nach Injektion von 2,4 Millionen Einheiten des Antibiotikums in einen Muskel (meistens in die Gesässmuskulatur) wird ein ausreichend langer und hoher Wirkstoffspiegel im Körper erreicht. Die Behandlung dauert in der Regel zwei bis drei Wochen. Aber auch spätere Phasen sind mit Penicillin heilbar, dann allerdings dauert die Behandlung erheblich länger, und Infusionen sind nötig, damit verbunden ein stationärer Krankenhausaufenthalt.
Hepatitis B
Definiton
Die Hepatitis B ist eine Infektionskrankheit der Leber mit dem Hepatitis-B-Virus (HBV), die häufig nur akut (90 %) aber auch chronisch verlaufen kann. Mit etwa 350 Millionen chronisch infizierter Menschen ist die Hepatitis B weltweit die häufigste Virusinfektion, bei etwa einem Drittel (!) der Weltbevölkerung sind als Zeichen einer überstandenen HBV-Infektion Antikörper gegen HBV nachweisbar. Die Therapie einer chronischen Hepatitis B ist nur eingeschränkt möglich, daher ist die vorbeugende Impfung die wichtigste Maßnahme zur Verhinderung der Infektion und Verminderung der Virusträger als dauerhafte Infektionsquelle.
Symptome
Etwa 2/3 aller Infektionen verlaufen ohne klinische Anzeichen (asymptomatisch), d. h. nur etwa ein Drittel der Infizierten zeigen nach einer Inkubationszeit von ein bis sechs Monaten die klassischen Hepatitiszeichen wie Gelbfärbung der Haut und der Lederhaut („wei0e Augenhaut“), dunkler Urin, Gliederschmerzen, Schmerzen im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Bei den häufigen asymptomatischen Verläufen kann lediglich im Nachhinein eine leichte Abgeschlagenheit angegeben werden oder eine Erhöhung der Leberenzyme wird zufällig entdeckt; eine so abgelaufene Infektion kann meist nur durch die diagnostische Serologie (Lehre von den Antigen-Körperchen) als solche erkannt werden.
In der Regel heilt eine unkomplizierte akute Hepatitis B nach zwei bis sechs Wochen klinisch aus, der Nachweis von Antikörpern gegen das HBsAg (anti-HBs) zeigt eine serologische Ausheilung an. Mit dem Verschwinden des HBsAg und dem Auftauchen von anti-HBs gilt der Patient als nicht mehr infektiös.
Behandlung
Im Akutstadium (d. h. in den ersten Monaten nach der Infektion) wird eine Hepatitis B gewöhnlich nicht therapiert, da die Erkrankung in 90 – 95 % der Fälle von selbst ausheilt.
Für eine chronische Hepatitis B stehen inzwischen mehrere Medikamente zur Verfügung.
Welcher Patient wann therapiert werden muss und mit welchem Medikament, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Bei sehr mildem Verlauf wird eine chronische Hepatitis B meist nur beobachtet. Bei Hinweisen auf eine Schädigung der Leber ist eine Therapie jedoch sehr wichtig. Dies sollte im Einzelfall fachärztlich beurteilt werden.
Definiton
AIDS bezeichnet eine spezifische Kombination von Symptomen, die beim Menschen infolge der durch Infektion mit dem HI-Virus induzierten Zerstörung des Immunsystems auftreten. Bereits während der mehrjährigen, symptomfreien Inkubationsphase können antivirale Medikamente eingesetzt werden, die die Lebenserwartung von Infizierten steigern können. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich, da die HI-Viren nicht vollständig aus dem Körper entfernt werden können.
Symptome
Eine HIV-Infektion verläuft in vier Phasen:
Akute Phase (4-6 Wochen)
2-6 Wochen nach einer Infektion können grippeähnliche Symptome wie Fieber; Nachtschweiß; geschwollene Lymphknoten; Übelkeit; Abgeschlagenheit; Müdigkeit; Unwohlsein; Krankheitsgefühl; Appetitverlust; Gelenkschmerzen; Hautausschlag; Muskelschmerzen; Durchfall; Fieber und Ausschlag (als Kombination), Schluckschmerzen, Geschwüre im Mund, Steifer Nacken; Gewichtsverlust größer als 2,5 KG und Lichtempfindlichkeit. Das sind häufigsten Symptome einer akuten HIV-Infektion.
Manche Patienten bemerken obige Symptome jedoch nicht oder sie haben keine.
Latenzphase (meist mehrjährig)
In dieser Zeit vermehrt sich das Virus im Körper. Betroffene, sofern sie von ihrer Infektion wissen, leiden allenfalls psychisch darunter, körperliche Symptome treten hingegen keine auf.
Es treten die gleichen Beschwerden wie in der Akuten Phase auf. Sie gehen jedoch nicht mehr zurück.
Krankheitsphase
Die Diagnose „Aids“ wird gestellt, wenn bei einem HIV-Positiven bestimmte Infektionen, die sogenannten Aids definierenden Erkrankungen, festgestellt werden Oft sind die Erreger solcher Infektionen für den gesunden Menschen bzw. ein gesundes Immunsystem harmlos. Durch das geschwächte bzw. vernichtete Immunsystem eines HIV-Positiven kann sich der Organismus jedoch nicht mehr gegen selbst harmlose Erreger wehren und es treten die o. g. Infektionen auf. Es existiert die Theorie, dass nicht jeder, der mit dem HI-Virus infiziert wurde, zwangsläufig Aids entwickelt.
Behandlung
Die Patienten werden mit einer Vielzahl von Medikamenten therapiert, die jedoch zum grüßten Teil nur die Symptome behandeln.
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